Der Mond sprang auf – Gedichte und Briefe von Christine Lavant
Lesung mit Musik
Martha Jarolim / Helge Stiegler
FREITAG, 7. August 2026, 20 Uhr
Christine Lavant sagt in einem Fernsehinterview 1968: „Na, dann hab` ich halt geschrieben, geschrieben, geschrieben, buchstäblich bei Tag und Nacht, und da hab` ich natürlich Hunderte von Gedichten verbrannt, weil das kann ich, ich bin eine gute Verliererin. Schließlich hat sich scheinbar doch meine eigene Art irgendwie durchgesetzt - und eben nicht mehr rilkisch (so wie Rilke). Und das war dann Die Bettlerschale.
Christine Lavant, das Pseudonym wählte sie nach dem Fluss ihrer Heimat, wurde 1915 als neuntes Kind einer Bergarbeiterfamilie geboren. Den Lebensunterhalt bestritt sie durch die mühsame Arbeit des Handstrickens, vorwiegend bei Nacht.
Martha Jarolim liest eine Auswahl von Gedichten aus Die Bettlerschale, weiters je einen Brief von Christine Lavant an ihren Geliebten Werner Berg und einen von Berg an die Geliebte.
Die Ziffern aus Lavants Geburts- und Sterbedaten ergeben eine Tonleiter. Helge Stiegler wählt die d-Moll Tonleiter und komponiert die gesamte Musik aus diesem Tonmaterial.